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Wir sind Wertebotschafter.

Wenn dich jemand fragt, wofür du stehst, sag für Amore! Das zumindest singt die Band Wanda. Aber wofür stehst du wirklich? Diese Frage beschäftigt seit Februar ausgewählte Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse. Sie werden zu Wertebotschaftern ausgebildet. Die Ausbildung ist Teil der Initiative “Werte machen Schule” des Kultusministeriums Bayern. Einen Teil der einwöchigen Ausbildung übernehmen wir. In Niederbayern und Schwaben fanden die ersten Workshops statt.

Fast zwei Tage haben wir jeweils mit den jungen Wertebotschaftern verbracht. Wir haben mit ihnen darüber philosophiert, was eigentlich ein Wert ist und welche Werte in ihrem Leben eine Rolle spielen. Egal ob daheim, mit Freunden, in der Schule oder in der Gesellschaft. Und natürlich ging es auch um die Frage: Was ist mir persönlich wirklich wichtig? Und auf welcher (Werte-)Basis treffe ich meine Entscheidungen? In einem Workshop erprobten die Schülerinnen und Schüler dann ihre demokratischen Kompetenzen. Die Aufgabe: Einen Konsens finden und sich auf gemeinsame Werte einigen. Gar nicht so einfach. Festgehalten wurden die Ideen und Erkenntnisse der Jugendlichen in Fotografien und in der Vision einer “Idealen Schule der Werte”. Für die Jugendlichen war dieser philosophische Teil der Ausbildung ein wichtiger Baustein auf ihrem Weg zum Wertebotschafter:

“Ich wusste nicht, was ein Wert eigentlich ist. Jetzt weiß ich es.”

“Ich habe gelernt, dass es verschiedene Arten von Werten gibt und wie sie zusammen hängen, meine persönlichen zum Beispiel und die der Gesellschaft.”

“Mir ist bewusst geworden, wo überall im Alltag Werte eine Rolle spielen und wie man sie besser leben kann.”

“Werte können sich verändern, es muss nicht immer alles gleich bleiben – das habe ich für mich erkannt.”

Über die Ausbildung zum Wertebotschafter sollen die Jugendlichen Basiskompetenzen zu Wertebildung, Kommunikationsfähigkeit und Teamführung erwerben. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie dem digitalen Wandel, Extremismus, Gewalt und Fake News wird den Schülerinnen und Schülern ein starker ethischer Kompass als Richtschnur für ihr Handeln mitgegeben. Ziel ist es, dass sich die jungen Menschen aktiv für ein Miteinander in der Gesellschaft engagieren, das von Respekt und Zivilcourage geprägt ist. Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten sollen sie anschließend an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weitergeben.

Die nächste Wertebotschafter-Woche findet vom 18. bis 22. Februar in Oberfranken statt. Wir berichten.

Foto links und Beitragsbild: Andreas Gebert

Veranstaltungen

Modul F4: Was ist wertvoll? – Baden-Württemberg

Hinweis: Diese Fortbildung ist Teil des Projekts “Philosophieren in Baden-Württemberg” und daher ausschließlich Lehrerinnen und Lehrern zugänglich, die in Baden-Württemberg tätig sind. Bitte melden Sie sich für die gesamte Reihe an.

Identität und Individualität.

Thema: Welche Werte haben wir, welchen Werten folgen wir? Sind Werte verhandelbar? Wie entstehen sie? Was bedeutet Erziehung gegenüber Bildung?

Im Workshop setzen wir uns mit persönlichen wie beruflichen Werten auseinander.

Methodik und Praxis: Die Gesprächsleitung als gleichberechtigter Gesprächspartner – wir sind auf der letzten Stufe der Ausbildung angekommen. Im Zentrum der zwei Tage stehen aber die Seminar-Teilnehmer/innen und ihre eigenen Abschlusseinheiten, die im Rahmen der Zertifizierung vorbereitet wurden.

 

Kursgebühr: wird von der Karl Schlecht Stiftung getragen

Tagungsverpflegung: nicht enthalten

Anmeldung: bei Diana Schick per E-Mail.

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