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Gesucht: Realschulen in München

Wir können jetzt wieder Workshops zur philosophischen Lebens- und Berufsorientierung vergeben. Lebens- und Berufsorientierung? Klassischerweise werden in der Berufsorientierung Stärken und Schwächen ermittelt. Berufsbilder vorgestellt. Die ein oder andere Praxiserfahrung gesammelt. Diese Kenntnisse sind wichtig. Die Frage “Was will ich werden?” umfasst aber viel mehr. Sie beinhaltet die Frage nach dem “Wer bin ich?”. Sie fragt danach, wie man sein Leben gestalten möchte. Und nicht zuletzt geht es auch um gelebte Werte. Diesen Fragen geht die philosophische Lebens- und Berufsorientierung nach.

Aktuell können wir je drei 90minütige Workshops zur philosophischen Lebens- und Berufsorientierung vergeben. Die Schülerinnen und Schülern setzen sich in dieser Zeit mit folgenden Fragen auseinander:

  • Wie finde ich einen Beruf, der zu mir passt?
  • Wer bin ich und wer möchte ich werden?
  • Wie treffe ich eine richtige Entscheidung?

Das Angebot richtet sich an die 9. Jahrgangsstufe aller städtischen Realschulen in München. Die Maßnahme wird finanziert von der Stadt München und der Bundesagentur für Arbeit.

Weitere Informationen zur philosophischen Lebens- und Berufsorientierung findet ihr hier. Oder ihr wendet euch direkt an Petra Reuß. Sie kann euch auch mehr darüber erzählen, wie Eltern von dem Angebot profitieren können.

Ohne Werte wären wir Maschinen.

Diese Erkenntnis nahm eine Schülerin der 8. Klasse aus den philosophischen Gesprächen rund um das Thema Werte mit. Sie ist eine von rund 170 ausgewählten Schülerinnen und Schülern, die in Bayern zu Wertebotschaftern ausgebildet werden. Die Ausbildung ist Teil der Initiative “Werte machen Schule” des Kultusministeriums Bayern. Mehrere Partner, darunter auch Lehrkräfte und Medienpädagogen, sind an der einwöchigen Schulung beteiligt. Die ersten Workshops fanden in Niederbayern, Schwaben und Oberfranken statt.

Fast zwei Tage haben wir jeweils mit den jungen Wertebotschaftern verbracht. Wir haben mit ihnen darüber philosophiert, was eigentlich ein Wert ist und welche Werte in ihrem Leben eine Rolle spielen. Egal ob daheim, mit Freunden, in der Schule oder in der Gesellschaft. Und natürlich ging es auch um die Frage: Was ist mir persönlich wirklich wichtig? Und auf welcher Wertebasis treffe ich meine Entscheidungen? In einem Workshop erprobten die Schülerinnen und Schüler dann ihre demokratischen Kompetenzen. Die Aufgabe: Einen Konsens finden und sich auf gemeinsame Werte einigen. Gar nicht so einfach. Festgehalten wurden die Ideen und Erkenntnisse der Jugendlichen in Fotografien und in der Vision einer “Idealen Schule der Werte”. Für die Jugendlichen war dieser Teil der Ausbildung ein wichtiger Baustein auf ihrem Weg zum Wertebotschafter. Ihre Erkenntnisse haben die Jugendlichen für sich und andere festgehalten:

“Man kann die Persönlichkeit erst richtig entfalten, wenn man Menschen hat, die einem zuhören.”

“Werte sind wie ein Netz, das uns zusammenhält und uns Zusammenarbeit ermöglicht.”

“Wenn wir keine Werte hätten, wären wir Maschinen, aber keine Menschen. Wir würden nur funktionieren. Werte machen uns menschlich!”

“Wir brocken uns das ja selbst ein, dass wir beeinflusst werden von Social Media und Menschen, die gar nicht so sind, wie sie sich darstellen.”

“Werte können sich verändern, es muss nicht immer alles gleich bleiben – das habe ich für mich erkannt.”

Über die Ausbildung zum Wertebotschafter sollen die Jugendlichen Basiskompetenzen zu Wertebildung, Kommunikationsfähigkeit und Teamführung erwerben. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie dem digitalen Wandel, Extremismus, Gewalt und Fake News wird den Schülerinnen und Schülern ein starker ethischer Kompass als Richtschnur für ihr Handeln mitgegeben. Ziel ist es, dass sich die jungen Menschen aktiv für ein Miteinander in der Gesellschaft engagieren, das von Respekt und Zivilcourage geprägt ist. Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten sollen sie anschließend an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weitergeben.

Die nächsten Wertebotschafter-Wochen finden im Schuljahr 2019/2020 in Oberbayern, Unterfranken, Mittelfranken und in der Oberpfalz statt.

Foto links und Beitragsbild: Andreas Gebert

Veranstaltungen

Modul BO4: Was ist ein gutes Leben?

Werte und Bedürfnisse.

Was braucht man, um glücklich zu sein? Wo hört Freundschaft auf? Wann spricht man von Liebe? Wie kann man zwischen verschiedenen Wertesystemen (von Kulturen, von Eltern und Kindern…) leben? Auf philosophischer Ebene widmen wir uns ganz den Voraussetzungen für ein „gutes Leben“.
Methodik und Praxis: Werte und Wertschätzung – in diesem Zusammenhang beschäftigt uns die Gesprächsleitung als gleichberechtigter Partner im Dialog mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Im Zentrum des Seminars stehen die Teilnehmer/innen und  ihre Abschlusseinheiten, die im Rahmen der Zertifizierung vorbereitet wurden.

Diese Fortbildungsreihe ist insbesondere auf die Lebenswelten von Jugendlichen ausgerichtet und soll ihnen helfen, Orientierung für Ihren Berufsweg, aber auch im Leben zu geben. Sie richtet sich an Lehrkräfte jeder Schulart, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg ins Berufsleben begleiten.

Kursgebühr: 210,- € (zzgl. 30.- € Cateringgebühr)

Anmeldung: bei Prisca Wunderlich unter 089 – 44108 520 oder per E-Mail.

E154-0/20/224: Anmeldung für Lehrkräfte zur Unterrichtsbefreiung bei FIBS

 

Modul BO3: Wie treffe ich eine Entscheidung?

Entscheidung und Orientierung.

Wie treffe ich eine Entscheidung? Woran kann ich mich orientieren? Was oder wer beeinflusst meine Entscheidung? Und wie schaffe ich es, zu meiner Entscheidung zu stehen? In diesem Modul fragen wir uns, was einer (guten) Entscheidung zugrunde liegt und welchen Werten wir dabei folgen.
Methodik und Praxis: Im dritten Modul geht es auf der methodischen Ebene um das Philosophieren selbst: was tun wir da genau? Wir stellen Fragetechniken vor, die ein Gespräch in die Tiefe führen, die Gedanken und Aussagen differenzieren helfen, aber auch das Verständnis für Sprache und Bedeutung schulen.

Diese Fortbildungsreihe ist insbesondere auf die Lebenswelten von Jugendlichen ausgerichtet und soll ihnen helfen, Orientierung für Ihren Berufsweg, aber auch im Leben zu geben. Sie richtet sich an Lehrkräfte jeder Schulart, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg ins Berufsleben begleiten.

Kursgebühr: 210,- € (zzgl. 30.- € Cateringgebühr)

Anmeldung: bei Prisca Wunderlich unter 089 – 44108 520 oder per E-Mail.

E154-0/20/223: Anmeldung für Lehrkräfte zur Unterrichtsbefreiung bei FIBS

 

Modul BO2: Wo will ich hin?

Arbeit, Beruf, Karriere.

Was ist eine „gute“ Arbeit? Warum arbeiten wir? Was bedeutet „Karriere machen“? Wie will ich arbeiten? Soll ich das machen, wozu ich mich berufen fühle? Was heißt „Erfolg“? Welche Rolle spielt Geld in unserer Gesellschaft? Im zweiten Modul dreht sich alles um das Thema Arbeit – weniger allerdings um konkrete Berufs- oder Studienprofile. Es geht um die Rolle der Arbeit in der Lebenswelt, um Motivation, eigene Wünsche und fremde Ansprüche.
Methodik und Praxis: Im Fokus steht die philosophische Haltung. Welche Grundhaltungen bringt das Philosophieren mit sich, welche setzt es voraus? Wie verhalte ich mich als Gesprächsleitung zu meiner Gruppe? Sie haben bereits erste Erfahrungen gesammelt und können anhand konkreter Beispiele reflektieren, welche Rolle die eigene Haltung spielt, um den Jugendlichen Sicherheit und Offenheit im Gespräch zu ermöglichen.

Diese Fortbildungsreihe ist insbesondere auf die Lebenswelten von Jugendlichen ausgerichtet und soll ihnen helfen, Orientierung für Ihren Berufsweg, aber auch im Leben zu geben. Sie richtet sich an Lehrkräfte jeder Schulart, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg ins Berufsleben begleiten.

Kursgebühr: 210,- € (zggl. 30,- € Cateringgebühr)

Anmeldung: bei Prisca Wunderlich unter 089 – 44108 520 oder per E-Mail.

Veranstaltungsnummer bei FIBS: E154-0/20/222 (Anmeldung für Lehrkräfte zur Unterrichtsbefreiung)

 

Schnupperfortbildung Philosophische Berufsorientierung

Die philosophische Berufsorientierung ergänzt die klassische Berufsorientierungsmaßnahmen um eine entscheidende Perspektive: Sie fördert die individuelle Selbstreflexion junger Menschen, vertieft die Berufsfindungskompetenz und befasst sich mit den Werten, die hinter Entscheidungen stehen.

Besonders gegen Ende der Schulzeit und am Übergang in das Berufsleben, wenn Jugendliche in der Regel zum ersten Mal in so hoher Eigenverantwortung eine lebensbestimmende und zukunftsweisende Entscheidung treffen müssen, entwickeln sich neben ganz pragmatischen Fragen auch Themen, die über den Alltag hinausweisen: „Was ist mir im Leben wirklich wichtig?“ oder „Welchen Einfluss haben andere auf mich?“ oder „Wie finde ich einen Beruf, der zu mir passt?“ und  „Wie gehe ich mit Konflikten und Enttäuschungen um?“ oder „Wie treffe ich eine richtige Entscheidung und stehe dazu?“

Die Fortbildung richtet sich speziell an Lehrerinnen und Lehrer an Realschulen und Gymnasien. In unserer Fortbildung erleben Sie ein philosophisches Gespräch, praktische Übungen und Methoden, die Sie direkt im pädagogischen Alltag einsetzen können. Sie können sich aus erster Hand Anregungen für Umsetzungsmöglichkeiten des Philosophierens mit Jugendlichen holen.

Wann: 21.05.2019, 10:00-13:00 Uhr, in der Akademie
Referentinnen: Dr. Theres Lehn, Petra Reuß

Dauer: 3 Stunden

Anmeldung bitte unter 089/44108 520 oder per Email an Prisca Wunderlich.

Seminargebühr: 35 Euro (inkl. Kaffee und Kuchen)

Veranstaltungsnummer bei FIBS für Lehrkräfte zur Unterrichtsbefreiung: E154-0/19/180

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